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Scheibenwischwasser nachfüllen: Anleitung für Sommer und Winter

Scheibenwischwasser nachfüllen: Anleitung für Sommer und Winter

Inhalt

Kurzüberblick: So füllst du Scheibenwischwasser richtig nach

  • Reiniger zur Jahreszeit wählen: Sommer-Reiniger gegen Insekten, Winter-Reiniger mit Frostschutz.
  • Behälter vor dem Wechsel leeren: Vor allem beim Umstieg von Sommer- auf Winter-Reiniger, sonst mischt sich der alte Inhalt rein.
  • Konzentrat richtig mischen: Mischungsverhältnis vom Etikett, beim Winterkonzentrat zuerst das Konzentrat einfüllen.
  • Fertigmischung direkt einfüllen: Kein Wasser dazugeben.
  • Düsen und Wischer prüfen: Spritzen die Düsen sauber? Schmieren die Wischer? Beides regelmäßig kontrollieren.

Hinter einem dreckigen Lkw im Regen zeigt sich, was eine leere Scheibenwaschanlage anrichtet: Die Frontscheibe ist nach kurzer Zeit blind, und bei 100 km/h legt das Auto in jeder Sekunde fast 28 Meter zurück. Insektenreste, Pollen, Baumharz, Vogelkot, Ruß sowie Reifen- und Bremsabrieb bauen einen Film auf, der bei tief stehender Sonne und im Dunkeln als Streulicht zurückkommt. Ein gefüllter Wischwasserbehälter mit passendem Scheibenwischwasser gehört deshalb zur Routine wie Reifendruck und Ölstand. Welcher Reiniger reinkommt und wie du beim Nachfüllen vorgehst, hängt vor allem an der Jahreszeit.

Was im Scheibenwischwasser steckt

Scheibenwischwasser ist ein wasserbasiertes Gemisch. Für die Reinigung und den Frostschutz sind vor allem zwei Gruppen von Zusätzen zuständig. Den Frostschutz übernehmen Alkohole, in Winterprodukten überwiegend Ethanol, das den Gefrierpunkt senkt und als Lösemittel fettige Rückstände anlöst. Dazu kommen je nach Produkt Glykole und Glycerin. Die zweite Gruppe sind Tenside. Sie setzen die Oberflächenspannung herab, dadurch läuft die Flüssigkeit flächig unter den Schmutzfilm und löst ihn vom Glas.

Daran scheitert klares Wasser. Ruß, Ölrückstände und Reifenabrieb sind hydrophob, und der Straßenfilm bindet sie zu einer fettigen Schicht. Ohne fettlösende Zusätze schiebt der Wischer solche Reste nur über die Scheibe. Insektenreste enthalten viel Eiweiß, und Eiweiß quillt mit reinem Wasser auf und verschmiert. Pollen verhalten sich ähnlich. Ein passend dosierter Scheibenreiniger bringt beides mit.

Sommer-Reiniger, Winter-Reiniger oder Ganzjahres-Reiniger

Klares Wasser allein ist keine gute Wahl. Es entfernt weder Insektenreste noch Straßenfilm, und bei Frost gefriert es im Wischwasserbehälter und in den Leitungen. Du brauchst ein Produkt, das zur Jahreszeit passt:

  • Sommer-Reiniger: Mit Tensiden gegen Insektenreste, Pollen und Straßenfilm. Gegen Frost wirkt er nicht, im Herbst kommt er deshalb heraus.
  • Winter-Reiniger: Mit Frostschutzmittel, je nach Produkt für etwa -10 bis -30 Grad. Verhindert Eis im Behälter und an den Düsen und löst zusätzlich Streusalz.
  • Ganzjahres-Reiniger: Für beide Jahreszeiten ausgelegt. Wie viel Frostschutz er mitbringt, steht auf dem Etikett, und im Winter ist das der Wert, auf den es ankommt.

Wichtig: Bei einem Konzentrat gilt jeder Frostschutzwert nur für ein bestimmtes Mischungsverhältnis. Auf dem Etikett steht deshalb eine Tabelle, die jedem Verhältnis eine Temperatur zuordnet. Verdünnst du stärker als angegeben, hält deine Mischung weniger Frost aus als der Wert auf der Flasche verspricht. Bei einer gebrauchsfertigen Mischung gilt der aufgedruckte Wert unmittelbar. Im tiefsten Winter bist du deshalb mit einem gebrauchsfertigen Scheibenreiniger wie dem Sonax AntiFrost + KlarSicht gebrauchsfertig bis -20 Grad auf der sicheren Seite.

Fertigmischung oder Konzentrat

Vor dem Einfüllen steht die Entscheidung, in welcher Form das Scheibenwischwasser in den Wischwasserbehälter kommt: als gebrauchsfertige Mischung oder als Konzentrat. In der Kategorie Scheibenreiniger stehen beide Bauformen nebeneinander. Welche besser passt, hängt an deinem Verbrauch und an deinem Platz im Kofferraum.

Ein Konzentrat ist ergiebig und braucht wenig Stellplatz, weil eine kleine Flasche mehrere Behälterfüllungen ergibt. Du bestimmst den Frostschutzwert selbst und passt ihn an Region und Jahreszeit an. Dafür fällt ein Arbeitsschritt mehr an, und mit ihm ein Fehlerrisiko: Dosierst du zu knapp, liegt der Frostschutz unter dem Wert vom Etikett, dosierst du zu kräftig, bleibt ein Schmierfilm auf der Scheibe.

Eine Fertigmischung ist gegen Dosierfehler unempfindlich, der ausgewiesene Frostschutz gilt so, wie er auf dem Kanister steht. Dafür lagerst und transportierst du die gesamte Flüssigkeitsmenge. Wer selten nachfüllt, kommt mit Fertigware gut zurecht, wer viel verbraucht, arbeitet mit Konzentrat ergiebiger.

Schritt 1: Tank lokalisieren

Der Wischwasserbehälter, oft kurz Tank genannt, sitzt bei den meisten Autos im Motorraum auf der Beifahrerseite. Du erkennst ihn am Symbol einer Frontscheibe mit Wasserfontäne auf dem Deckel, bei vielen Fahrzeugen ist dieser Deckel blau. Der Deckel lässt sich meist als Schnappdeckel abziehen, während Öl, Bremsflüssigkeit und Kühlwasser hinter festen Verschlüssen sitzen, die gedreht werden müssen. Liegt der Behälter unter einer Abdeckung oder sitzt er bei einzelnen Modellen im Kofferraum, hilft das Handbuch mit einer Abbildung.

Park das Auto auf ebener Fläche und stell den Motor ab, bevor du die Motorhaube öffnest.

Schritt 2: Tank leeren beim Wechsel

Wenn du im Herbst von Sommer- auf Winter-Reiniger wechselst, solltest du den Wischwasserbehälter vorher leerspritzen. Sonst verdünnt sich der neue Frostschutz mit dem Restwasser im Behälter und in den Leitungen und erreicht die Temperatur vom Etikett nicht.

  • Motor laufen lassen und die Scheibenwaschanlage so lange betätigen, bis nichts mehr kommt.
  • Das gilt für Frontscheibe genauso wie Heckscheibe und Scheinwerferreinigung, falls vorhanden. Alle Spritzkreise einmal leeren.
  • Lass die Pumpe nicht zu lange trockenlaufen. Sobald nur noch Luft kommt, sofort aufhören, sonst kann die Pumpe Schaden nehmen.

Schritt 3: Konzentrat richtig dosieren

Bei Konzentraten ist die richtige Dosierung der wichtigste Schritt. Dosierst du zu knapp, wirkt der Reiniger schlecht und friert im Winter ein. Dosierst du zu kräftig, bleibt ein Schmierfilm auf der Scheibe. Die Anlage soll nicht mit unverdünntem Konzentrat laufen. Das Datenblatt des SONAX-Konzentrats sieht vor, erst den Reiniger einzufüllen, dann im angegebenen Verhältnis Wasser zuzugießen und die Anlage erst danach zu betätigen, damit die Leitungen durchgespült werden. Füll deshalb direkt nach dem Konzentrat das Wasser in den Wischwasserbehälter.

Blaues Scheibenwischwasser wird aus einem Kanister in den Einfüllstutzen im Motorraum gegossen
  • Mischungsverhältnis vom Etikett ablesen: Bei Winterkonzentraten hängt das Verhältnis an der Frostschutzgrenze. Die Werte für ein verbreitetes Winterkonzentrat stehen in der Tabelle weiter unten.
  • Sommerprodukte: Erst Wasser in den Behälter, dann Konzentrat zufügen. So vermischt sich das Produkt automatisch.
  • Winterprodukte mit Frostschutz: Erst Konzentrat in den Behälter, dann mit Wasser auffüllen. So mischt sich der Frostschutz gleichmäßig.
  • Fertige Mischungen: Direkt einfüllen, kein Wasser dazugeben. Diese Produkte sind exakt auf den richtigen Wirkstoffanteil eingestellt.
  • Füllhöhe: Füll den Behälter auf und setz den Deckel wieder auf. Lass beim Einfüllen etwas Luft, damit nichts überläuft.

Tipp: Wer Konzentrat verwendet, mischt sich am besten eine kleine Reserve für unterwegs an. Rechne das Verhältnis vom Etikett auf die Flaschengröße um und miss das Konzentrat mit einem Messbecher ab. Dann liegt eine Flasche mit bekanntem Frostschutzwert im Kofferraum. Nimm dafür keine Getränkeflasche, beschrifte sie und lagere sie außerhalb der Reichweite von Kindern.

Mischungsverhältnis und Frostschutz

Wie stark ein Konzentrat verdünnt werden darf, hängt am Produkt. Die folgenden Werte stammen vom Datenblatt eines verbreiteten Winterkonzentrats, andere Hersteller stellen ihre Konzentrate teils deutlich anders ein. Verbindlich ist das Etikett deines Reinigers.

Frostschutz bis Konzentrat zu Wasser Konzentratanteil
-10 Grad 1:2 ein Drittel
-20 Grad 1:1 die Hälfte
-30 Grad 2:1 zwei Drittel

Für einen normalen deutschen Winter gilt ein Frostschutz bis etwa -20 Grad als brauchbare Orientierung. Wer in einer kalten Region wohnt oder viel über Land fährt, mischt besser kräftiger, weil Spritzwasser auf der Fahrt vom Fahrtwind zusätzlich gekühlt wird. Mit einem Messbecher mit Skalierung triffst du das Verhältnis zuverlässig, und für eine bestimmte Behältergröße rechnet unser Rechner für das Mischungsverhältnis die Menge aus.

Leitungswasser oder destilliertes Wasser

Zum Mischen genügt in den meisten Fällen sauberes Leitungswasser, so steht es in der Anwendungsanleitung des SONAX-Winterkonzentrats. Der ADAC geht weiter und empfiehlt für die Eigenmischung destilliertes Wasser, ohne nach der Wasserhärte zu unterscheiden. Kalk fällt aus, wenn Kohlendioxid aus dem Wasser entweicht, also beim Erhitzen und beim Verdunsten. In einer Scheibenwaschanlage wird nichts erhitzt, Wasser verdunstet aber an den Düsen und auf der Scheibe.

Ob dein Konzentrat mit hartem Wasser zurechtkommt, hängt am Produkt und steht auf dem Etikett. Beim SONAX AntiFrost + KlarSicht Konzentrat nennt das technische Datenblatt einen Antikalk-Effekt und hält die Mischung mit hartem Wasser für geeignet. Fehlt dieser Hinweis, nimm destilliertes oder entmineralisiertes Wasser, weil sich Ablagerungen über die Jahre in den feinen Düsenbohrungen sammeln können. Den Härtegrad für deine Adresse veröffentlicht der örtliche Wasserversorger.

Schritt 4: Düsen und Wischer prüfen

Frisches Scheibenwischwasser nutzt nichts, wenn die Düsen verstopft sind oder die Wischer schmieren. Erst Strahl und Wischblatt zusammen machen die Scheiben klar, deshalb lohnt nach jedem Nachfüllen ein Funktionscheck.

Zwei Spritzdüsen auf der Motorhaube und der Scheibenwischer an der Frontscheibe
  • Wischwasser kurz betätigen. Das spült die frische Mischung bis in die Düsen und zeigt gleich, ob beide sauber spritzen. Was bei einem schwachen oder ausbleibenden Strahl zu tun ist, steht weiter unten.
  • Prüf, wohin der Strahl trifft. Er soll dort landen, wo der Wischer ihn verteilt. Sitzt der Strahl daneben, lass die Düsen in einer Werkstatt ansehen.
  • Wischblätter kontrollieren. Wenn sie schmieren oder Streifen ziehen, gehören sie ausgetauscht.
  • Wischergummis regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen. Festsitzender Schmutz bleibt sonst beim nächsten Wischen auf der Scheibe.

Hausmittel und selbst mischen

Im Umlauf sind Rezepte mit Spiritus, Spülmittel, Essig, Glasreiniger und sogar Kühlerfrostschutz. Ein Teil davon taugt als Notlösung, ein anderer Teil schadet dem Fahrzeug. Für keines dieser Rezepte gibt es eine Werkstofffreigabe des Fahrzeug- oder Wischerherstellers.

Spülmittel wird häufig vorgeschlagen und bringt die meisten Nachteile mit. Gegen Dieselruß und Insektenreste wirkt es schwach, weil es auf deutlich wärmeres Wasser ausgelegt ist, als es in einer Scheibenwaschanlage im Normalfall erreicht. Frostschutz bringt es nicht mit, und es kann Lack- und Kunststoffteile angreifen.

Brennspiritus senkt den Gefrierpunkt tatsächlich, weil darin Ethanol steckt. Du weißt dabei aber nicht, bis zu welcher Temperatur deine Mischung hält, und Spiritus hinterlässt einen sichtbehindernden Schmierfilm. Essig bringt weder einen definierten Frostschutz noch eine Reinigungswirkung gegen Straßenfilm, und eine Werkstofffreigabe für eine Essigmischung gibt es nicht. Glasreiniger mit Wasser verdünnt richtet am wenigsten Schaden an, bleibt aber hinter einem Scheibenreiniger zurück und gibt im Winter keinen definierten Frostschutzwert.

Kühlerfrostschutz gehört nicht in die Scheibenwaschanlage. Das Mittel verschmiert auf dem Glas, es ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken und als gefährlicher Abfall zu entsorgen, während Scheibenwischwasser im Betrieb auf die Straße gelangt.

Für eine selbst angesetzte Mischung gibt es keine Werkstofffreigabe. Hersteller von Scheibenreinigern führen solche Zusagen im Datenblatt, beim SONAX AntiFrost + KlarSicht Konzentrat zum Beispiel die Lack-, Gummi- und Kunststoffverträglichkeit und die Freiheit von Spannungsrissen und Blindstellen an Scheinwerferstreuscheiben. Ob dein Produkt das zusagt, steht auf der Flasche oder im Datenblatt.

Stehst du unterwegs ganz ohne Reiniger da, ist klares Wasser im Sommer das kleinere Übel gegenüber diesen Hausmitteln. Insektenreste und Straßenfilm bekommst du damit nicht weg, und im Winter hat es im Wischwasserbehälter nichts zu suchen. Füll es also nur so lange, bis du den richtigen Reiniger nachlegen kannst.

Wie oft du Scheibenwischwasser nachfüllen musst

Ein festes Intervall gibt es nicht, weil der Verbrauch an Jahreszeit und Strecke hängt. Im Frühsommer mit Insektenflug und im Winter mit Salzgischt leert sich der Wischwasserbehälter deutlich schneller als in einer trockenen Woche. Als Routine genügt ein Blick beim Tanken und vor jeder längeren Fahrt.

Das Auto meldet sich, wenn es knapp wird. In vielen Fahrzeugen erscheint eine Anzeige im Bordcomputer oder eine Kontrollleuchte im Cockpit, sobald der Füllstand unter eine Schwelle fällt. Weil die Hersteller das unterschiedlich handhaben, steht die Bedeutung des Symbols in der Betriebsanleitung. Das zweite Signal ist hörbar: Eine Pumpe, die bei leerem Behälter läuft, rattert trocken und kann dabei Schaden nehmen. Lass den Hebel dann los und füll nach.

Den kompletten Wechsel koppeln viele an den saisonalen Reifenwechsel. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, füllst du den passenden Reiniger ein und spritzt den alten Inhalt vorher aus. Was im Herbst sonst ansteht, steht in der Übersicht zur Auto-Winterpflege.

Häufige Probleme

Verstopfte Düsen zeigen sich an einem Strahl, der zu kurz kommt, seitlich wegläuft oder ausbleibt. Meist sitzt der Pfropf in der Austrittsbohrung, eine dünne Nadel löst ihn, danach spülst du die Anlage mit einigen Spritzern durch. Bleibt der Strahl aus, obwohl der Wischwasserbehälter voll ist und die Pumpe hörbar arbeitet, sitzt die Verstopfung weiter hinten im Schlauch, oder die Düse ist defekt.

Schlieren und ein zäher Schmierfilm gehen häufig auf eine zu starke Mischung zurück. Ein hoher Konzentratanteil reinigt die Scheiben schlechter, weil der Wasseranteil fehlt, der die gelösten Stoffe abtransportiert. Spritz den Behälter dann leer und setz die Mischung mit der Dosierung vom Etikett neu an. Weitere Ursachen für streifige Scheiben stehen im Beitrag zu Autoscheiben reinigen ohne Schlieren.

Mit Eisblumen überzogene Frontscheibe und Motorhaube eines Autos an einem Wintermorgen

Der folgenschwerste Fall ist ein durchgefrorener Behälter. Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, und dieser Druck kann den Kunststoff und die Pumpe beschädigen. Steht die Anlage nach einer Frostnacht ohne ausreichenden Frostschutz still, füll deshalb nicht einfach nach. Lass sie zuerst vollständig auftauen, dann prüf Behälter, Schläuche und Pumpe auf Risse und feuchte Stellen. Erst wenn alles dicht ist, kommt wieder Flüssigkeit hinein, im Zweifel nach einer Prüfung in der Werkstatt.

Scheibenwischwasser: Die häufigsten Fragen und Antworten

Im Notfall geht das, allerdings nur im Sommer und nur kurzfristig. Wasser entfernt keine Insektenreste und keinen Straßenfilm. Im Winter ist reines Wasser zudem gefährlich, weil es im Wischwasserbehälter, in der Pumpe und in den Düsen einfrieren kann.

Die Anlage nimmt beides auf. Die Wirkstoff-Kombinationen sind allerdings auf die jeweilige Jahreszeit abgestimmt, beim Mischen verdünnt sich der Frostschutz, und die Insektenlöser arbeiten im Winter ohnehin schlechter. Spritz den Behälter zwischen den Jahreszeiten lieber einmal leer und wechsle sauber.

Bei vielen Fahrzeugen liegt das Volumen bei etwa 3 bis 5 Litern, größere Modelle kommen darüber. Modelle mit Scheinwerferreinigung haben oft deutlich größere Behälter. Den genauen Wert für dein Auto findest du im Bordhandbuch.

Stell das Auto in eine wärmere Garage oder lass den Motor lange genug warmlaufen, bis die Wärme den Behälter erreicht. Auch eine längere Fahrt im Stadtverkehr taut die Anlage mit der Motorwärme auf. Kipp niemals heißes Wasser hinein, der Temperaturschock kann den Kunststoff reißen lassen. Wie es nach dem Auftauen weitergeht, steht oben unter den häufigen Problemen.

Ja, der Frostschutz gehört auch dann hinein. Beheizte Düsen und ein beheizter Behälter halten nur ihren eigenen Bereich frei. Die Schläuche dazwischen sind üblicherweise nicht beheizt, sie können einfrieren und den Strahl zum Erliegen bringen.

Ausdrücklich vorgeschrieben ist er heute nicht mehr. Eine solche Vorgabe stand bis Dezember 2010 in der Straßenverkehrsordnung: Der damalige Paragraf 2 Absatz 3a verlangte, die Ausrüstung des Fahrzeugs an die Wetterverhältnisse anzupassen, und nannte dabei eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Die Änderungsverordnung vom 1. Dezember 2010 ersetzte diesen Absatz durch die Winterreifenregelung, und in der StVO von 2013 steht die Vorgabe ebenfalls nicht mehr. Die Verantwortung für freie Sicht bleibt: Nach Paragraf 23 Absatz 1 StVO ist die Person am Steuer dafür verantwortlich, dass ihre Sicht nicht durch den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt wird.

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