Etari Schichtdickenmessgeräte
Beim Schichtdickenmessgerät setzt Waschhelden auf das Etari MD-666, ein Handgerät für den Einsatz direkt am Fahrzeug. Es arbeitet auf Eisen- und auf Alu-Karosserien, kalibriert sich automatisch und bringt zur Kontrolle eine Kalibrierfolie mit. Eine Gummischutzhülle sitzt um das Gehäuse, damit Staub und ein unsanfter Griff dem Gerät nichts anhaben. Ob du die Lackreserve vor einem Poliergang abschätzen oder einen Gebrauchtwagen beurteilen willst, gemessen wird in Mikrometern und ohne Eingriff an der Oberfläche.
Bei Waschhelden findest du ein Schichtdickenmessgerät, mit dem du die Lackdicke an einer Karosserie in Mikrometern ablesen kannst, ohne die Oberfläche dabei anzutasten. Der Wert auf dem Display sagt etwas darüber aus, wie viel Material über dem Blech liegt. Werkslack bewegt sich an einem Fahrzeug meist in einem recht engen Bereich, eine nachträgliche Lackierung oder eine ausgebesserte Stelle fällt durch deutlich höhere Werte auf. Zwei Situationen machen diese Information wertvoll: vor einer Politur, wenn du wissen willst, wie viel Reserve der Klarlack noch hat, und beim Gebrauchtwagenkauf, wenn du einschätzen möchtest, ob an einem Bauteil gearbeitet wurde.
Vor dem Polieren: Materialabtrag einschätzen
Jeder Poliergang nimmt eine geringe Menge Klarlack mit. Genau darauf beruht die Wirkung: Kratzer und Hologramme verschwinden, weil die Spitzen der Lackoberfläche abgetragen werden. Die vorhandene Schichtdicke bestimmt, wie viel Spielraum dabei bleibt. Liegen die Werte an einem Bauteil im üblichen Rahmen, lässt sich ein abrasiver Aufbau aus Politur und Polierpad gut rechtfertigen. Fällt ein Bauteil deutlich nach unten ab, ist eine mildere Politur die sinnvollere Wahl, eventuell mit einem weichen Pad und reduzierter Drehzahl an der Poliermaschine.
An Kanten, Sicken und Dachrahmen ist der Lack von Haus aus dünner als in der Fläche. Diese Stellen gehören zu den Messpunkten und beim Polieren zu den Bereichen, an denen du Druck und Verweildauer zurücknimmst.
Beim Fahrzeugkauf: ungleichmäßige Werte lesen
Beim Gebrauchtwagenkauf interessiert weniger der absolute Wert als die Verteilung über das Fahrzeug. Messe dieselben Bauteile links und rechts, vergleiche Türen, Kotflügel, Haube und Klappe untereinander. Weicht eine Tür erkennbar von ihrem Gegenstück ab, liegt dort mit einiger Wahrscheinlichkeit zusätzliches Material über dem Blech, etwa eine zweite Lackschicht oder Füllmaterial aus einer Reparatur. Das ist ein Hinweis, der Fragen begründet, und keine Diagnose: auch eine fachgerecht beseitigte Parkdelle verändert die Schichtdicke. Hersteller Etari nennt als typische Einsatzbereiche seiner Geräte den Autokauf, den Gebrauchtwagenhandel, Kfz-Gutachten und Werkstätten. Wer eine Auffälligkeit findet, bespricht sie am besten mit dem Verkäufer oder lässt sie von einer Fachkraft beurteilen.
Das Etari-Gerät im Waschhelden-Sortiment
Von Etari führen wir aktuell genau ein Gerät, das MD-666. Es misst die Lackdicke sowohl auf Eisen- als auch auf Alu-Karosserien und deckt damit die gängigen Karosseriewerkstoffe ab. Laut Hersteller reicht der Messbereich auf Eisen bis 2 mm und auf Nichteisenmetall bis 1 mm. Eine automatische Kalibrierung übernimmt die Grundeinstellung, über die Reset-Taste lassen sich Dickenunterschiede direkt vergleichen, ohne das Gerät neu zu kalibrieren. Zur Kontrolle liegt eine Kalibrierfolie mit einer Standarddicke von 102 Mikrometern bei, was der durchschnittlichen Autolackdicke entspricht. Display- und LED-Beleuchtung machen das Ablesen in dunklen Hallen möglich, eine Gummischutzhülle schützt das Gehäuse vor Staub und Stößen. Verfügbarkeit und alle weiteren Angaben stehen direkt am Artikel über diesem Text, und bei Fragen zur Auswahl erreichst du unsere Beratung.
| Untergrund | Messverfahren | Typisches Bauteil |
|---|---|---|
| Eisen und Stahl (Fe) | magnetinduktiv | Türen, Dach, Seitenwände klassischer Karosserien |
| Nichteisenmetall (Non-Fe) | Wirbelstrom | Aluminium-Hauben, -Klappen und -Kotflügel |
Eine Messreihe am Fahrzeug in fünf Schritten
- 1.Lack vorher reinigen. Staub, Teer und Wachsreste verfälschen den Aufsetzpunkt des Sensors. Ein Lackreiniger schafft eine saubere Messfläche.
- 2.Gerät auf dem Untergrund einstellen und mit der mitgelieferten Folie prüfen, ob der angezeigte Wert plausibel ist.
- 3.Pro Bauteil mehrere Punkte messen, mindestens drei bis fünf, verteilt über Fläche, Mitte und Randbereich. Sensor plan aufsetzen und ruhig halten.
- 4.Die Seiten gegeneinander vergleichen. Linke und rechte Tür, beide Kotflügel, beide Seitenwände: gleiche Bauteile liefern am unveränderten Fahrzeug ähnliche Werte.
- 5.Werte notieren, je Bauteil mit Messpunkt. Erst die Dokumentation macht die Reihe nachvollziehbar und beim nächsten Poliergang wieder nutzbar.
Helden-Tipp: Lege dir eine einfache Skizze des Fahrzeugs an und schreibe die Messwerte an die passenden Bauteile. So erkennst du Abweichungen auf einen Blick und hast beim Polieren eine Grundlage.
Häufige Fragen zur Lackschichtmessung
Das Messgerät wird mit dem Sensor plan auf den gereinigten Lack aufgesetzt und zeigt die Dicke der Beschichtung über dem Metall an. Der Lack bleibt dabei unberührt. Aussagekräftig wird die Messung durch mehrere Punkte je Bauteil und den Vergleich gleichartiger Bauteile.
Für Lack auf Eisen und Stahl arbeiten die Geräte magnetinduktiv, für Lack auf Nichteisenmetallen wie Aluminium nach dem Wirbelstromprinzip. Etari gibt beide Verfahren für seine Messgeräte an, das jeweils passende wählt das Gerät nach dem Grundmaterial aus.
Als Orientierung dient die Kalibrierfolie des MD-666 mit einer Standarddicke von 102 Mikrometern, die laut Hersteller der durchschnittlichen Autolackdicke entspricht. Die tatsächlichen Werte unterscheiden sich je nach Marke, Modell und Bauteil. Deshalb hat der Vergleich mehrerer Messpunkte am selben Fahrzeug mehr Gewicht als ein einzelner Absolutwert.
Beide Verfahren brauchen einen metallischen Untergrund. An Stoßfängern, Spiegelkappen und anderen Kunststoffanbauteilen liefert ein Gerät dieser Bauart deshalb keinen verwertbaren Messwert. Für die Beurteilung einer Karosserie bleiben die metallischen Bauteile die Messfläche.
Beim MD-666 übernimmt eine automatische Kalibrierung die Grundeinstellung. Für den reinen Vergleich von Dickenunterschieden genügt die Reset-Taste, ein erneutes Kalibrieren ist dafür laut Hersteller verzichtbar. Mit der beiliegenden Kalibrierfolie kannst du die Anzeige jederzeit gegenprüfen.