Waschhelden
30 Tage RückgaberechtVersandkostenfrei ab 50€Direkte und persönliche Beratung

Willkommen

Anmelden

Warenkorb

0,00 €

Waschhelden Banner

Lederreinigung im Auto: Anleitung fuer Pflege und Schutz

Lederreinigung im Auto: Anleitung fuer Pflege und Schutz

Inhalt

Kurzüberblick: So reinigst und pflegst du Autoleder richtig

  1. Lederart bestimmen: jede Sorte braucht eigene Produkte
  2. Vorbereiten: Sitze gründlich aussaugen, lose Krümel und Staub entfernen
  3. Reinigen: milden Lederreiniger auf Bürste oder Mikrofasertuch geben und in kleinen Bereichen sanft einarbeiten
  4. Pflegen: Lederpflege oder Pflegecreme dünn auftragen, einziehen lassen und auspolieren
  5. Schützen: mit einer Lederversiegelung den Schutzfilm auffrischen
  6. Rhythmus: Reinigung alle drei bis vier Monate, Pflege zweimal pro Jahr

Ledersitze sind das Aushängeschild eines gepflegten Innenraums, aber gleichzeitig auch das empfindlichste Bauteil. Sonne, Schweiß, Jeans-Abrieb und alltägliche Belastung setzen dem Material langsam zu. Wenn du Leder regelmäßig reinigst und mit den richtigen Produkten pflegst, hältst du es allerdings jahrelang geschmeidig, farbecht und rissfrei. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dabei vorgehst.

Welche Lederart hat dein Auto?

Bevor du loslegst, solltest du wissen, welche Art von Leder du vor dir hast, denn die falsche Pflege kann mehr schaden als helfen. Im Auto findest du in der Regel eine dieser drei Sorten:

  • Glattleder (pigmentiertes Leder): mit Abstand am häufigsten verbaut, geschlossene, leicht beschichtete Oberfläche und relativ pflegeleicht
  • Anilinleder und Semianilin: hochwertiger, deutlich offenporiger und empfindlicher, erkennbar daran, dass es Flüssigkeiten schnell aufnimmt
  • Nubuk- und Velourleder: wildlederähnliche, raue Oberfläche, selten im Auto, braucht eigene, sehr milde Produkte und keine Pflegecreme

Im Zweifel hilft dir der Wassertropfen-Test: Gib einen kleinen Tropfen Wasser an einer unauffälligen Stelle auf das Leder. Perlt er ab, hast du Glattleder vor dir. Zieht er innerhalb weniger Sekunden ein, hast du es mit Anilin- oder Naturleder zu tun.

Schritt 1: Vorbereitung der nötigen Ausrüstung

Was du für die Lederpflege brauchst, hängt vor allem vom Zustand und der Art des Leders ab.

Das benötigst du immer:

  • Lederreiniger: speziell für Autoleder formuliert, pH-neutral und schonend
  • Lederbürste oder weiches Mikrofasertuch: Bürste löst den Schmutz aus den Poren, Mikrofasertuch wischt sanft auf
  • Lederpflege oder Pflegecreme: versorgt das Leder mit Feuchtigkeit und Fetten, damit es geschmeidig bleibt
  • Staubsauger mit Bürstenaufsatz: für die Vorreinigung

Optional je nach Bedarf:

  • Starker Lederreiniger: für eingearbeitete Verschmutzungen oder verschmutzte Lenkräder
  • Lederversiegelung: Schutzfilm gegen Abfärbungen, der dir künftige Reinigungen erleichtert
  • Farbauffrischung (Lederfärbung): für stark abgegriffene oder verfärbte Stellen
  • Pinsel oder Detailing-Bürste: für Nähte, Perforierungen und schwer erreichbare Stellen

Schritt 2: Sitze und Innenraum vorbereiten

Krümel, Sand und kleine Steinchen wirken wie Schleifpapier, sobald du mit dem Tuch darüberreibst. Sauge die Sitze deshalb gründlich ab und gehe mit einem Bürstenaufsatz in alle Falten und Ritzen. Achte besonders auf die Sitznähte und den Übergang zwischen Sitzfläche und Lehne. Genau dort sammelt sich am meisten Schmutz. Klappe danach die Sitze nach vorn und sauge auch unter ihnen aus. Zum Abschluss wischst du die Sitze mit einem leicht feuchten, fusselfreien Tuch ab.

Schritt 3: Leder gründlich reinigen

Die meisten Leute machen hier zwei Fehler. Sie sprühen den Reiniger direkt aufs Leder und sie reiben zu fest. Beides solltest du vermeiden.

  1. Teste den Reiniger zuerst an einer unauffälligen Stelle, etwa an der Sitzunterseite.
  2. Sprühe den Lederreiniger nicht direkt aufs Leder, sondern auf die Lederbürste oder ein feuchtes Mikrofasertuch.
  3. Arbeite den Reiniger mit kreisenden Bewegungen sanft ein. Auch mit der Bürste solltest du nur leichten Druck ausüben.
  4. Reinige immer in kleinen Bereichen (Sitzfläche, dann Lehne, dann Wangen). So trocknet der Reiniger nicht an, bevor du ihn aufnehmen kannst.
  5. Nimm den gelösten Schmutz mit einem zweiten, sauberen und nur leicht feuchten Mikrofasertuch auf. Drehe das Tuch dabei regelmäßig.
  6. Lasse die Sitze bei geöffneter Tür komplett trocknen. Greife auf keinen Fall zu einem Haartrockner oder Heizlüfter.

Jeans-Verfärbungen auf hellem Leder behandelst du am besten mit einem starken Lederreiniger. Das gilt allerdings nur bei robustem Glattleder. Bei tiefen Verfärbungen oder abgegriffenem Leder hilft kein Reiniger mehr. Hier musst du die Pigmentierung mit einer Leder-Farbauffrischung wiederherstellen.

Lederreinigung und Pflege

Schritt 4: Leder pflegen und schützen

Nach der Reinigung ist das Leder sauber, aber auch ein Stück seiner natürlichen Fette beraubt. Mit der Pflege versorgst du es mit Feuchtigkeit und Fett, damit es geschmeidig bleibt.

  • Achte darauf, dass das Leder vollständig trocken ist. Nasses Leder kann die Pflege nicht aufnehmen.
  • Gib eine kleine Menge Lederpflege auf ein sauberes Mikrofasertuch oder einen Pflegeschwamm. Ein erbsengroßer Klecks reicht für eine ganze Sitzfläche.
  • Verteile die Pflege gleichmäßig in dünner Schicht und in kreisenden Bewegungen.
  • Lasse die Pflege mindestens 15 bis 30 Minuten einziehen.
  • Poliere überschüssige Pflege mit einem zweiten, sauberen Mikrofasertuch ab.

Tipp: Pflegeprodukte mit zu hohem Silikon- oder Wachsanteil hinterlassen einen klebrigen Film und ziehen Staub an. Hochwertige Lederpflegen ziehen vollständig ein und hinterlassen ein matt-natürliches Finish.

Wie oft solltest du dein Autoleder pflegen?

Helles Leder, auf dem du Flecken schnell erkennst, solltest du öfter pflegen als dunkles. Eine gründliche Reinigung empfiehlt sich alle drei bis vier Monate, bei Vielfahrern oder hellem Leder eher häufiger. Die Pflege gehört zweimal pro Jahr eingeplant (im Frühjahr nach dem Winter und im Herbst vor der Heizperiode).

Eine Versiegelung kannst du je nach Produkt alle drei bis zwölf Monate auffrischen. Wer sein Auto den ganzen Sommer in der Sonne stehen lässt, sollte den Pflege-Rhythmus verkürzen. Sobald du feststellst, dass das Leder an Geschmeidigkeit verliert, ist es Zeit für eine gründliche Reinigung und Pflege.

Lederreinigung und -pflege: Die häufigsten Fragen und Antworten

Durch die Benutzung bleiben Rückstände am Leder haften, die es glänzend wirken lassen. Um die matte Oberfläche und Geschmeidigkeit wiederherzustellen, reinigst du die betroffene Stelle mit Lederreiniger und pflegst sie anschließend wie oben beschrieben.

Die meisten Lederpflege-Produkte sind so konzipiert, dass sie sowohl für echtes Leder als auch für Kunstleder und veganes Leder geeignet sind. Lederpflege auf Kunstleder kann allerdings einen leicht klebrigen Film hinterlassen. Im Zweifel solltest du sie daher lieber sparsam dosieren.

Nein, die Mittel für Glattleder sind nicht für raue Lederarten geeignet. Hier brauchst du spezielle, sehr milde Produkte und keine Pflegecreme.

Kleine, oberflächliche Risse kannst du mit speziellen Lederreparatur-Sets selbst ausbessern. Bei größeren Rissen ist eine professionelle Sattler-Reparatur die bessere Wahl. Vorbeugen ist günstiger als reparieren. Mit regelmäßiger Pflege bleibt das Leder geschmeidig und reißt erst gar nicht.

Olivenöl, Vaseline oder Essig solltest du am Auto besser nicht einsetzen. Olivenöl wird ranzig und klebrig, Essig ist zu sauer und greift die Pigmentschicht an. Für ein sicheres Ergebnis führt kein Weg an speziellen Lederpflegeprodukten vorbei.

#Lederreinigung Auto #Ledersitze reinigen #Lederpflege Auto #Autoleder pflegen #Innenraumaufbereitung
Wunschzettel Vergleichsliste Suchen Menü