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Kratzer entfernen am Auto: die besten Tipps

Kratzer entfernen am Auto: die besten Tipps

Inhalt

Kurzüberblick: So entfernst du Kratzer am Auto richtig

  1. Beurteilen: Fingernageltest durchführen (bleibt der Nagel hängen, ist der Kratzer tiefer als der Klarlack)
  2. Reinigen: betroffene Stelle gründlich waschen, damit keine Schmutzpartikel mitpoliert werden
  3. Anschleifen (optional): bei deutlich fühlbaren Kratzern die Stelle vorsichtig nassschleifen
  4. Polieren: erst mit Politur vorpolieren, dann mit Finish den Glanz wiederherstellen
  5. Tiefere Kratzer: mit Lackstift ausbessern, trocknen lassen, verschleifen und polieren
  6. Schützen: nach der Behandlung mit Wachs oder Keramikversiegelung vor neuen Kratzern schützen

Manchmal ist es ein Schlüssel, der beim Einsteigen kurz an der Tür hängen bleibt. Oft aber auch der Einkaufskorb, der über die Ladekante schrammt. Fakt ist, dass Kratzer am Auto schneller passieren, als einem lieb ist. Viele davon lassen sich allerdings mit der richtigen Technik und den passenden Produkten selbst entfernen. Wir zeigen dir, wie du oberflächliche Kratzer auspolierst, tiefere Kratzer mit einem Lackstift ausbesserst und deinen Lack anschließend langfristig schützt. Auch zu Kratzern in Kunststoff, Glas und Klavierlack findest du weiter unten konkrete Tipps.

Schritt 1: Kratzer richtig beurteilen

Kratzer entfernen am Auto

Noch ehe du überhaupt mit dem ersten Handgriff beginnst, musst du wissen, wie tief der Kratzer ist. Generell besteht Autolack aus mehreren Schichten. Ganz außen sitzt der Klarlack, darunter der Farblack, dann die Grundierung und zuletzt das Blech. Je tiefer der Kratzer reicht, desto aufwendiger wird am Ende auch die Reparatur.

Der Fingernageltest:

  1. Reinige das Fahrzeug, damit du den Lack gesäubert siehst.
  2. Fahre mit dem Fingernagel quer über den Kratzer.
  3. So kannst du beurteilen, wie tief der Kratzer ist.

Diese Kratzer gibt es:

  • Swirl Marks (Hologramme): Das sind feine, kreisförmige Kratzer (oft auf der Motorhaube oder auf dem Dach), die meist durch falsches Waschen entstehen. Sichtbar sind sie vor allem im Sonnenlicht.
  • Oberflächliche Kratzer im Klarlack: Hierbei handelt es sich um leichte Kratzer, die nur die oberste Lackschicht betreffen. Dein Fingernagel bleibt beim Test nicht hängen.
  • Mitteltiefe Kratzer bis in den Farblack: Bei dieser Kratzer-Art bleibt der Fingernagel schon leicht hängen. Hier ist bereits die farbige Schicht betroffen.
  • Tiefe Kratzer bis zur Grundierung oder zum Blech: Diese Kratzer sind deutlich fühlbar und oft andersfarbig (weißlich oder metallisch schimmernd). Leider besteht hier auch Rostgefahr, sodass du zügig handeln solltest.

Die meisten Kratzer entstehen zum Beispiel an Türgriffen und Griffmulden (durch Fingernägel, Ringe und Schlüssel), aber auch im Einstiegsbereich (durch herunterfallende Schlüssel oder kleine Steinchen im Schuh. Die Ladekante am Kofferraum wird auch ständig beansprucht, ebenso die Seitenflanken durch Sträucher, Hecken oder enge Garagen.

Schritt 2: Die passende Ausrüstung besorgen

Je nachdem, wie tief der Kratzer ist, brauchst du unterschiedliche Produkte. Damit du nicht mitten in der Arbeit feststellst, dass etwas fehlt, haben wir hier eine Übersicht für dich.

Das benötigst du immer:

Für oberflächliche Kratzer und Swirl Marks:

Für fühlbare oder tiefere Kratzer (zusätzlich):

  • Schleifpapier oder Schleifpad (2000er bis 3000er Körnung)
  • Lackstift oder Ausbesserungslack

Zum Schutz nach der Behandlung:

Kratzer entfernen am Auto

Schritt 3: Auto reinigen und Arbeitsbereich vorbereiten

Bevor auch nur ein Tropfen Politur dein Auto berührt, muss der betroffene Bereich blitzsauber sein. Selbst ein einziges Staubkorn auf dem Pad kann während des Polierens neue, feine Kratzer erzeugen.

So gehst du vor:

  1. Wasche das Auto gründlich nach der Zwei-Eimer-Methode.
  2. Trockne den Bereich komplett mit einem sauberen Mikrofasertuch ab.
  3. Gehe mit der Reinigungsknete über die betroffene Stelle. Sie entfernt festsitzende Verunreinigungen, die sich nicht abwaschen lassen.
  4. Arbeite am besten in einer Garage oder im Schatten. Direkte Sonne lässt die Politur zu schnell antrocknen und kann den Lack überhitzen. Dann wird das Ergebnis streifig und die Politur verliert schlichtweg ihre Wirkung.
  5. Klebe empfindliche Bauteile wie Gummidichtungen oder Kunststoffleisten am besten vorher mit Malerkrepp ab. So verhinderst du, dass die Politur dort Flecken hinterlässt.

Schritt 4: Kratzer anschleifen (optional)

Viele Kratzer lassen sich ohne diesen Zwischenschritt direkt wegpolieren. Wenn der Fingernageltest aber eine deutliche Vertiefung zeigt und die Politur alleine nicht reicht, musst du die Kante des Kratzers erst abtragen. Das geht durch vorsichtiges Nassschleifen mit sehr feinem Schleifpapier (2000er- bis 3000er-Körnung).

So gehst du zum Anschleifen vor:

  1. Feuchte die betroffene Stelle und das Schleifpapier großzügig mit Wasser an. Trocken schleifen ist absolut tabu, denn das würde sofort tiefe Kratzer hinterlassen.
  2. Schleife mit minimalem Druck und kreisenden Bewegungen über den Kratzer. Lieber schleifst du mehrfach kurz hintereinander als einmal lange.
  3. Halte das Schleifpad flach und verkante es niemals. An Kanten und Sicken ist der Klarlack besonders dünn. Lasse den Schritt daher dort immer komplett aus.
  4. Spüle regelmäßig mit Wasser nach und schau dir dann den Kratzer zwischendurch immer wieder an. Sobald er fast verschwunden ist, solltest du sofort aufhören, damit nicht noch mehr Material abgetragen wird.
  5. Wische die Schleifrückstände mit einem sauberen Mikrofasertuch oder mit Poliervlies ab (nie mit einem Geschirr- oder Küchenhandtuch). Übrig bleibt eine matte Stelle. Aber keine Sorge. Die bringst du im nächsten Schritt wieder zum Glänzen.

Schritt 5: Oberflächliche Kratzer vorpolieren

Bei Swirl Marks und feinen Kratzern im Klarlack hilft in den meisten Fällen schon eine Politur. Sie trägt mikroskopisch wenig Klarlack ab und glättet so die Oberfläche. Der Kratzer verschwindet, weil der Grat der Lackschicht weggeschliffen wird.

So polierst du per Hand:

  1. Gib eine erbsengroße Menge Politur auf einen sauberen Handpolierschwamm.
  2. Verteile die Politur erst mal ganz ohne Druck auf der Kratzerstelle und etwa 20 x 20 cm Umgebung.
  3. Arbeite die Politur dann mit etwas höherem Druck in kreisenden oder kreuzenden Bewegungen ein. Das Ganze ungefähr ein bis zwei Minuten pro Abschnitt.
  4. Wenn die Polierstelle zu trocken wird, dann bringe etwas neue Politur auf.
  5. Wische jetzt die Rückstände mit einem sauberen Mikrofasertuch oder Poliervlies ab. Drehe das Tuch regelmäßig, damit du keine abgelöste Politur zurück auf den Lack bringst.
  6. Schau dir die Stelle genau an (am besten mit ausreichend Belichtung). Wahrscheinlich wirkt sie jetzt leicht matt und das ist vollkommen normal. Sollte der Kratzer noch zu sehen sein, dann wiederhole den Vorgang noch ein- bis zweimal.

Schritt 6: Den Lack wieder zum Glänzen bringen

Kratzer entfernen am Auto

Nach dem Vorpolieren ist der Kratzer in den meisten Fällen direkt verschwunden. Die behandelte Stelle wirkt nun aber etwas stumpf. Mit einer Feinpolitur bringst du den ursprünglichen Glanz zurück.

So gehst du vor:

  1. Gib eine kleine Menge Feinpolitur auf einen frischen, sauberen Polierschwamm oder ein neues, mehrfach gefaltetes Poliervlies.
  2. Trage die Politur auf der vorpolierten Stelle auf und arbeite sie mit mittlerem Druck ein.
  3. Reibe so lange, bis der gewünschte Oberflächenglanz erreicht ist. Die matte Optik verschwindet beim Reiben Stück für Stück.
  4. Wische zum Abschluss noch die Rückstände mit einem sauberen Mikrofasertuch ab.

Falls du dir unsicher bist, kannst du etwas Detailer auf die Stelle sprühen und nachwischen. So siehst du auf den ersten Blick, ob der Lack wieder gleichmäßig glänzt oder ob du noch nachbessern musst.

Schritt 7: Tiefere Kratzer mit Lackstift ausbessern

Reicht der Kratzer bis in den Farblack oder tiefer, kommst du mit Politur nicht mehr weiter. Hier musst du Farbe nachfüllen. Das geht mit einem Lackstift oder einem passenden Ausbesserungslack. Den richtigen Farbton findest du über den Farbcode auf dem Typenschild deines Autos (meist im Türrahmen oder unter der Motorhaube).

So gehst du vor:

  1. Reinige und entfette den Kratzer zuerst einmal. Ein Silikonentferner oder Isopropylalkohol auf einem fusselfreien Tuch eignet sich hierfür sehr gut.
  2. Schüttle den Lackstift gut durch, damit sich die Pigmente gleichmäßig verteilen.
  3. Trage den Lack sehr dünn und nur direkt in den Kratzer auf. Es sollten lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke Schicht sein. Lasse den Lack aber zwischen den Schichten mindestens 15 bis 30 Minuten trocknen.
  4. Lasse die letzte Schicht mindestens 24 bis 48 Stunden vollständig durchtrocknen.
  5. Nach dem Trocknen kannst du die Stelle mit einem feinen Schleifpad (ab 3000er-Körnung) vorsichtig nassschleifen, um überschüssigen Lack abzutragen.
  6. Zum Abschluss polierst du die Stelle wie zuvor beschrieben. Dadurch wird der Übergang nahezu unsichtbar.

Achtung: Ein Lackstift ist zwar durchaus eine Notlösung, aber keine Werkstattlackierung. Der Farbton trifft selten zu 100 Prozent den Originallack, gerade bei Metallic- und Perleffekt-Lacken. Gegen Rost am blanken Blech ist der Lackstift trotzdem die richtige Erste-Hilfe-Maßnahme, bis eine professionelle Reparatur möglich ist.

Schritt 8: Lack schützen und versiegeln

Nach der Kratzerbehandlung ist der Lack empfindlicher als vorher, weil Wachs und alte Versiegelung durch die Politur abgetragen wurden. Ohne Schutz sammeln sich Schmutz und Schleifpartikel hier jetzt schneller an. Damit wäre der nächste Kratzer quasi schon vorprogrammiert.

Du hast daher drei Möglichkeiten:

  • Autowachs: Du kannst den Wachs einfach auftragen. Er sorgt für einen tiefen Glanz und hält je nach Produkt zwei bis vier Monate.
  • Keramikversiegelung: Die Versiegelung ist deutlich langlebiger und chemisch beständiger. Sie hält ein bis mehrere Jahre, ist aber in der Anwendung auch anspruchsvoller.
  • Sprühversiegelung: Das ist der schnelle Mittelweg, wenn du regelmäßig einen Grundschutz auftragen möchtest.

Kratzer in Kunststoff, Glas und Klavierlack entfernen

Nicht jeder Kratzer am Auto sitzt im Lack. Auch Stoßfänger-Unterteile, Zierleisten, Scheiben und Hochglanz-Innenraumblenden bekommen mit der Zeit ein paar Spuren. Hier funktioniert Lackpolitur nicht und könnte sogar Schaden anrichten.

  • Kunststoff (Stoßfänger, Zierleisten, Cockpit): Spezieller Kunststoffreiniger oder Kunststoff-Tiefenpflege füllt feine Kratzer auf und frischt die Farbe auf. Für den Innenraum kannst du einen eigenen Cockpit-Reiniger verwenden.
  • Glas und Scheiben: Oberflächliche Kratzer kannst du mit Glaspolitur (Cerium-Oxid-Basis) und einem Filzpad im Nassen bearbeiten. Bei Kratzern im Sichtfeld der Windschutzscheibe musst du aber zum Profi. Für die Pflege lohnt sich eine Glasversiegelung.
  • Klavierlack (Hochglanz-Innenraumblenden): Hierfür brauchst du eine sehr feine Politur mit weichem Polierschwamm. Verwende nur eine minimale Menge und wenig Druck. Zum Nachpflegen eignet sich ein Detailer für spiegelnden Hochglanz.

Kratzer entfernen: Die häufigsten Fragen und Antworten

Oberflächliche Kratzer und Swirl Marks kannst du in der Regel problemlos selbst auspolieren. Auch mitteltiefe Kratzer kannst du mit einem Lackstift kaschieren. Kratzer, die bis aufs Blech gehen, großflächige Schäden oder Kratzer auf Mattlack und Folie gehören dagegen in professionelle Hände.

Im Internet kursieren immer wieder solche Hausmittel-Tipps. Zahnpasta enthält tatsächlich leicht schleifende Partikel, die oberflächliche Spuren kurzzeitig kaschieren können. Kokosöl und andere Öle füllen Kratzer nur optisch auf. Nach der nächsten Wäsche wäre der Effekt weg. Essig kann die Versiegelung angreifen und zu dauerhaften Schäden führen.

Jede Politur trägt eine dünne Schicht Klarlack ab. Bei einer normalen Handpolitur ist das allerdings so wenig, dass du dir über Jahre hinweg keine Gedanken machen musst.

Klassische Polituren zerstören die matte Oberfläche, weil sie die feinen Strukturen im Lack glätten und so Glanz erzeugen. Für kleine Schäden auf Mattlack gibt es spezielle Mattlack-Pflegeprodukte. Bei sichtbaren Kratzern solltest du aber direkt einen Profi aufsuchen.

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